Martin Scorsese – Meisterregisseur und Musikliebhaber:

Nach Bob Dylan Film nun eine Doku über die Rolling Stones,
das Leben des George Harrison folgt in Bälde

Am 7. Februar 2008 erlebt Berlin ein riesiges Spektakel: anläßlich der Eröffnung der 58. Berlinale wird erstmals eine Musik-Dokumentation das alljährliche Film-Festival starten. Die Stones und der Regisseur Martin Scorsese kommen persönlich in die Hauptstadt, um bei der Eröffnungs-Show den Streifen „Shine a Light“ vorzustellen
(Film kommt ab April 2008 in die Kinos).

Mit seiner neuen Musik-Doku überrascht Cineasten Groß-Meister Martin Scorsese erneut seine Fan-Gemeinde mit einem von Rockmusik inspirierten Thema: Auftritte der Rolling Stones. Ein Film über 2 Konzertauftritte in New York im Jahre 2006. Szenen zeigen die Akteure auf der Bühne und in diversen Interviews backstage. Ein Einblick in die Arbeitswelt der Stones (plus Auftritte von Buddy Guy und Christina Aguilera). Gewissermaßen eine Hommage zu Lebzeiten an die Stones. Die bekannteste und erfolgreichste Rock-Formation aller Zeiten von 16 Kameraleuten intensiv gefilmt. Das Projekt des Meister-Regisseur Scorsese  setzt dessen Vorliebe für Musik-Dokumentationen fort.

Scorsese, ein Energiebündel, gerade erst 65 geworden, hatte gerade den Film "The Departed" 2006 fertiggestellt (dafür gabs den Oscar 2007). Kurz darauf begann er, mit seiner Truppe für den Stones-Film loszulegen.
Was hat Scorsese gepackt an dieser Idee...?
Bekanntermaßen, die Rolling Stones sind die meistdokumentierte Rockgruppe der Musikgeschichte. Sie haben in allen größeren Städten dieser Welt gastiert.  Sie haben fast alles getan und erreicht – fast 40 Jahre aktiv auf der Bühne. Ihre Hauptbeschäftigung ist auftreten. Also, so sagte sich Martin Scorsese, dokumentieren ich eine intime Performance. Kein großes giagantomanisches Konzert, sondern speziell gefilmte Sequenzen mit einigen historischen Einblendungen.

Scorsese: „Es war ein großer Spaß, diesen Film zu machen. Auch ihn einfach nur anzugucken. Es ist ein Zwei-Stunden-Film, es gibt vielleicht einen zehnminütigen Abschnitt am Beginn, das ist eine Art Dokumentation und Zitate hintereinander. Aber es ist kein ernsthafter Dokumentarfilm. Es ist ein Konzert." Ort der Handlung: New York City, das feine Beacon Theater, Fassungsvermögen 2800 Plätze, für Stones Verhältnisse eher winzig. Im Mittelpunkt stehen die Musiker, vor und hinter der Bühne. Das Ganze unterfüttert mit ein wenig Archiv-Material.
Scorsese weiter: "Ich arbeitete mit Mick Jagger an einem Projekt über die Geschichte der Musikbranche. Und ich bin auf ihre Konzerte gegangen. Wir haben uns über verschiedene Formen von Auftritten unterhalten - und ich habe ihnen gesagt: Ich muss einfach einen Performance-Film von euch machen. Und er hat gemeint: Warum drehen wir nicht einfach das nächste Konzert, das wir sowieso machen, das in Rio de Janeiro? Eine Million Leute im Stadion vor der Bühne - fantastisch! Aber dann habe ich nachgedacht, über die schieren Ausmaße. Die haben da allein schon mehr als 50 eigene Videokameras - was soll ich da noch machen? Nun, dann dachte ich: Warum machen wir nicht etwas Intimeres?".

So wählte Scorsese eben dieses feine Art Deco Theater in Manhattan. Unter Leitung von Spitzen-Kameramann Robert Richardson wurden faszinierende Einstellungen zweier Konzerte auf Celluloid gebannt. Und mit von der Partie- für kurze Zeit jeweils: Blues-Musiker Buddy Guy, aber auch Latino-Rock-Queen Christina Aguilera. Shine a light" als Titel des Films, was soviel bedeutet wie „Ein Licht leuchten" oder auch "Näher hinsehen“ mag doppeldeutig zu verstehen sein. Gleichzeitig wird dies der Titel der Audio-CD, die ín Kürze unter dem Label von Universal -nicht mehr EMI! -  herausgebracht wird. Erscheinungszeitpunkt:  voraussichtlich Frühjahr 2008.
Fachleute meinen schon jetzt: wieder hat Scorsese, ein unermüdlicher Erneuerer der Filmkunst, versucht, etwas völlig Neues zu machen: nämlich Ungesehene Bilder  finden. Keinesfalls wollte er den Stil von "The Last Waltz" kopieren, den Film, der den letzten Auftritt der legendären Gruppe „The Band“ dokumentierte (1978) – siehe Anhang weiter unten.

Ein Blick zurück:
zuletzt in 2005 hatte Scorsese eine Dokumentation über Bob Dylan vorgelegt, betitelt:
„ No Direction Home“ -  ebenfalls stark beachtet (Details am Ende dieses Beitrags).
Und schließlich, ein Riesenprojekt über die Geschichte des Blues, realisiert mit diversen namhaften Regisseuren wie etwa Wim Wenders oder auch Clint Eastwood – ein Meisterwerk, das viele Blues-Freunde auf der ganzen Welt begeistert aufgenommen hatten..
Wie geht es nun weiter in Sachen Musik bei Herrn Scorsese, gibt es neue Projekte für 2009?
Wen wunderts, der Meister ist voll in Schwung. Neben seinen Plänen für einen Krimi und eine Geschichte über Theodore Roosevelt geht es auch bald zur nächsten Musik-Dokumentation. Nur soviel lässt er jetzt schon raus..: Leben und Werk des im November 2001 verstorbenen Beatles George Harrison zu beleuchten, dabei die unterschiedlichen Seiten im Leben dieses Künstlers aufzuzeigen.  
Freuen wir uns also auf Februar und April diesen Jahres und die baldige Fertigstellung des Films über George Harrison.!
Der Meister hat unser aller Vertrauen – möge seine Musikliebe noch mehr Dokus dieser Art hervorbringen.

Wer mehr über die Arbeit  von Martin Scorsese zu seinem ausgezeichnete Bob Dylan Streifen „No Direction Home“  oder auch zum Film
„The last Waltz“ lesen möchte, gehe am besten zu Amazon.de, beide Filme sind reichlich mit Kunden-Kommentaren versehen.

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Kurzbeschreibung zu "No Direction Home":
Scorseses einfühlsame Bildregie ist maßgeblich für die Wirkung des Films: Der über 200 Minuten lange Streifen, dessen Schwerpunkt auf den Jahren 1961 bis 1966 liegt, ist zu keiner Sekunde langweilig. Man verfolgt anhand verschiedenster, teils noch nie zuvor gezeigter zeitgenössischer Aufnahmen die schrittweise Entwicklung Dylans vom jungen, naiven Woody-Guthrie-Fan Robert Zimmermann aus dem verschlafenen Duluth in Minnesota nach New York ins Künstler-Viertel „Greenwich-Village“. Mit seinen Songtexten hatte er das Lebensgefühl seiner Generation treffender wiedergegeben als so manch anderer Künstler. Man bekommt frühe Vorbilder wie Gene Vincent und Muddy Waters zu Gesicht, ist bei frühen Auftritten Dylans dabei, taucht in den einzigartigen kulturellen Schmelztiegel New Yorker Stadtteil Greenwich ein und wird Zeuge, wie Dylan in Pressekonferenzen die Journalisten mit garstigen Gegenfragen zur Verzweiflung bringt.

Das Bonusmaterial zur DVD enthält die folgenden Titel...:
''Blowin' in the Wind'' - live im TV: Maerz 1963
''Girl of the North Country'' - TV-Beitrag aus Kanada: Feb. 1964
''Man of Constant Sorrow''
- live im TV: Maerz 1964
''Mr. Tambourine Man'' - Newport Folk Festival: Juli, 1964
''Love Minus Tweo/ No Limit'' - London: Mai, 1965
''Like a Rolling Stone'' - live in Liverpool: Mai, 1966
''One Too Many Mornings'' - live in Liverpool: Mai, 1966
Nicht verwendeter Promotionspot fuer ''Positively 4th Street''
''I can't leave her behind''
- Entstehung im Hotelzimmer, Glasgow: Mai, 1966

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